PRAKTISCHE INFORMATIONEN

Nützliche und praktische Informationen bezüglich Geld, Kreditkarten, Geldautomaten, Sicherheit & Gesundheit, Essen & Trinken, Transport, Kommunikation und vieles mehr …

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GELD

WÄHRUNG

Währung: Ein Kyat (MMK, sprich „tschat“) teilt sich in 100 Pya. Geldscheine gibt es in Stückelungen von 1000, 500, 200, 100, 50, 20, 10, 5, 1 Kyat sowie 50 Pya, Münzen in den Stückelungen 100, 50, 10, 5, 1 Kyat sowie 50, 25 und 10 Pya.

Beachten Sie, dass es ist wichtig ist, saubere, neue und nicht markierte US-Dollar-Scheine mitzubringen. Beschädigt oder markierte Geldnoten werden meist nicht akzeptiert.

Geldwechsel

Die Militärjunta hat von ihrem politischen und ökonomischen Patron China auch das System der FEC (Foreign Exchange Certificate) übernommen (das dort inzwischen abgeschafft ist). Die in China gedruckten Zertifikate sind eine Sonderwährung speziell für Ausländer. Sie stehen im Verhältnis 1:1 zum US-Dollar, werden nur gegen diesen getauscht und im Wert von 20, 10, 5 und 1 Dollar ausgegeben. Nur in autorisierten Banken, Wechselstuben, Hotels und Büros von Myanmar Travel and Tour können FEC zum offiziellen Kurs in Kyat getauscht werden. Ausländer können im ganzen Land mit FEC bezahlen, US-Dollar werden aber von Stellen wie Hotels, Eisenbahn und Fluglinien angenommen, die eine Lizenz zum Handel in Dollar besitzen. US-Dollar-Reiseschecks können nur in FEC getauscht werden und, anders als Bargeld, nicht direkt in Kyat. Es ist ratsam, USD in Kyat und nicht in FEC zu wechseln, da FEC normalerweise einen schlechteren Wechselkurs haben. Man sollte immer eine gewisse Menge Bargeld in kleinen Scheinen bei sich tragen, da größere Scheine oft nicht gewechselt werden können. In allen Banken und offiziellen Wechselstuben werden jetzt auch Euro getauscht.

Wechselkurse (Feb 2014)
1 USD = 973 MMK
1 EUR = 1,348 MMK
1 GBP = 1,616 MMK

Kredit- / Debitkarten und Geldautomaten:

Gängige Kreditkarten werden meist nur in den gehobeneren Hotels und Restaurants akzeptiert. Es gibt immer mehr Geldautomaten in den touristischen Gebieten, trotzdem ist es ratsam, immer Bargeld mit sich zu führen. Geldautomaten, die VISA-Karten akzeptieren finden Sie hier
http://visa.via.infonow.net/locator/global/jsp/searchpage.jsp). Geldautomaten, die Mastercards akzeptieren finden Sie hier http://www.mastercard.com/us/personal/en/cardholderservices/atmlocations/index.html).

myanmar_moneyWährungsbeschränkungen

Einfuhr und Ausfuhr der lokalen Währung sind verboten. Bei Fremdwährungen gibt es keine Beschränkungen, sie müssen jedoch bei Einreise auf einem Formular deklariert werden, das während der Reise gut verwahrt werden muss, weil es bei der Ausreise mit den vorhandenen Devisen verglichen wird. Bei der Ein- und Ausreise am Flughafen Yangon (Rangun) werden intensive Zollüberprüfungen durchgeführt, um den Schwarzmarkt einzudämmen. Deshalb sollten Reisende alle Quittungen und Tauschbelege sorgfältig aufbewahren.

Für aktuelle Wechselkurse, besuchen Sie z. B. www.oanda.com

GESUNDHEIT & SICHERHEIT

Gesundheitswesen

Eine Krankenversicherung wird dringend empfohlen. In den größeren Städten gibt es Krankenhäuser, auf dem Lande regionale Gesundheitsstationen. Es ist ratsam, ein Heilmittel gegen kleinere Magenverstimmungen mit sich zu führen.

Impfungen

Eine Gelbfieberimpfung wird von allen Reisenden verlangt, die aus Gegenden einreisen, die vom Gelbfieber betroffen sind. Die Choleraimpfung ist nicht länger verpflichtend, es besteht jedoch weiterhin hohe Ansteckungsgefahr im Land. Weiterhin empfehlen sich Impfungen gegen Typhus und Polio. Es gibt auch ein Risiko, sich in Gebieten unter 1000 m Höhe mit Malaria anzustecken. Die empfohlene Prophylaxe ist, abhängig von der Gegend die sie bereisen, Doxycyclin.

Essen und Trinken

Jegliches Wasser sollte generell als verunreinigt betrachtet werden. Wasser zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung sollte vor der Verwendung entweder abgekocht oder andersweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte daher gekocht werden. Vermeiden Sie Milchprodukte, die wahrscheinlich aus ungekochter Milch gemacht worden sind. Essen Sie nur gut gekochtes Fleisch und Fisch, vorzugsweise heiß serviert. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

In Myanmar sind sehr verschiedene Durchfallerkrankungen und Typhus verbreitet. Die Japanische Enzephalitis tritt von Mai bis Oktober in ländlichen Gegenden auf. Auch Tollwut, Filariasis, Dengue-Fieber, Granulose (Entzündung der Bindehaut) sowie Hepatitis A, B und E sind anzutreffen. Sprechen Sie auf jeden Fall einige Monate vor Abreise mit Ihrem Arzt.

Sicherheit

Die Menschen in Burma sind sehr höflich und freundlich. Dies ist ein sicheres Reiseland, in dem Verbrechen sehr selten vorkommen. Dennoch sollte man sich wie in jedem Reiseland verhalten, keinen Schmuck tragen, auf Wertsachen achten und nicht zeigen, wie viel Geld man dabei hat, wenn man Geld tauscht. Man sollte keinesfalls über politische Themen sprechen, weil das für den Gesprächspartner hohe Gefängnisstrafen bedeuten kann.

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Naturkatastrophen

Im ganzen Land kann es zu Naturkatastrophen kommen. Im Sommer ist vor allem das Zentrum von starker Trockenheit bedroht. In drei Gebieten treten Wirbelstürme auf. Andere Gegenden sind von Erdbeben und Überschwemmungen betroffen. In der Regenzeit kommt es in den westlichen Grenzgebieten häufig zu Erdrutschen.

BEFÖRDERUNG

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Flugreisen

Dies ist immer noch die effizienteste Art, sich innerhalb des Landes fortzubewegen. Das Flugangebot ist allerdings begrenzt, und mit der Sicherheit nimmt man es nicht immer so genau. Inlandsflüge werden von Air Mandalay und Air Yangon angeboten. Aus Gründen der inneren Sicherheit wird das Flugprogramm manchmal eingeschränkt oder eingestellt. Ansonsten gibt es täglich Flüge in viele Städte. Insgesamt hat das Land etwa 60 Flughäfen.

Zugreisen

Myanmar Railways bietet auf verschiedenen Routen Zugverbindungen an. Die wichtigste Verbindung besteht zwischen Yangon (Rangun) und Mandalay, die 12 bis 14 Stunden beansprucht. Nachtzüge haben Schlafwagen. Eine weitere gute Verbindung besteht zwischen Mandalay, Lashio und Myitkyina. Insgesamt verfügt die staatliche Eisenbahngesellschaft über 4300 km Strecke in die verschiedensten Regionen des Landes. Die Verbindung zwischen Yangon und Mandalay funktioniert ganz gut, auch mit Erster-Klasse-Abteilen, auf den anderen Strecken kann es allerdings wegen klimatischer, technischer und bürokratischer Unzulänglichkeiten zu beträchtlichen Verzögerungen kommen. Da der größte Teil des Eisenbahnsystems aus der britischen Kolonialzeit stammt, muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass vieles schadhaft ist und dass Unfälle meist nicht öffentlich gemacht werden. Fahrkarten müssen als Teil einer organisierten Reise gekauft werden.

Straßenverkehr

Es wird rechts gefahren. Mittlerweile hat eine Modernisierung der Autoflotte stattgefunden. Besucher sollten sich bewusst sein, dass nach burmesischem Recht der Fahrer eines Autos, das in einen Unfall mit Fußgängern verwickelt ist, immer Schuld hat. Die Busse werden im Allgemeinen von der staatlichen Road Transport Enterprise betrieben. Öffentliche Busse sind meist unzuverlässig und unbequem. Besucher können nur bestimmte Strecken benutzen und zahlen in Kyat. Allerdings wird die Transportindustrie derzeit privatisiert, so dass mehr privat betriebene Busse zur Verfügung stehen. Sie akzeptieren Bezahlung in Kyat, US-Dollar und FEC. Die wichtigsten Verbindungen gehen von Yangon (Rangun) nach Meiktila, Pyay, Mandalay und Taunggyi. Fahrräder können in vielen Orten gemietet werden. Ein internationaler Führerschein muss der Polizei vorgelegt werden, die ihn anerkennt oder einen Besucherführerschein ausstellt. Es empfiehlt sich nicht, in Burma selbst Auto zu fahren.

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Stadtverkehr

Yangon (Rangun) hat eine Eisenbahn-Rundstrecke, in den größeren Städten gibt es alte und überfüllte Busse. Es ist einfacher, mit dem Taxi zu fahren. In Yangon gibt es blaue, von der Regierung betriebene Taxis mit Festpreisen. Drei- und vierrädrige Taxis ohne Taxameter kurven durch die anderen Städte; der Fahrpreis muss vorher vereinbart werden. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld.

EIN- UND AUSREISE

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Per Flugzeug

Die internationale Fluggesellschaft heißt Myanmar Airways International (UB). Von Yangon (Rangun) aus gibt es Verbindungen nach Abu Dhabi, Brunei, Bangkok, Bangladesh, Bombay, Kalkutta, Jakarta, Kunming (VR China), London, Moskau und Singapur. Folgende Fluggesellschaften verkehren derzeit nach Myanmar: Air China, Austrian Airlines, Bangladesh Airlines, Indian Airlines, Qatar Airlines, Silk Air (Singapur) und Thai Airways International.

Flughäfen

Yangon (RGN) liegt 19 km außerhalb der Stadt. Von dort fahren Busse und Taxis in die Stadt. Einrichtungen: Restaurants, Bars, Snackbars, Banken, Post, zollfreier Laden, Touristeninformation.

Ausreisesteuer

beträgt 10 US$, die auch in FEC (s. Geld) bezahlt werden kann. Passagiere, die sich nur im Transit befinden, sind davon ausgenommen.

KOMMUNIKATION

Telefon

In vielen Städten sind Selbstwähltelefone vorhanden. Ländervorwahl: +95. In Notfällen wählt man 199 (Polizei), 191 (Feuerwehr), 192 (Krankenwagen); keine Gewähr, dass dort jemand Englisch spricht. Das inländische Telefonsystem ist begrenzt, nur in große Städte kann man direkt wählen, bei kleineren Städten muss man über handoperierte Vermittlungen gehen und sich von Vermittlung zu Vermittlung durchfragen; keine Garantie, dass dort jemand Englisch spricht. Gespräche können überwacht werden. Nur im Central Telephone & Telegraph Office (CTT) an der Ecke Pansodan und Mahabandoola Str. können Gespräche ins Ausland einigermaßen vernünftig arrangiert werden. Öffnungszeiten: Mo–Fr 8–16 Uhr, Wochenende und Feiertage 9–14 Uhr.

Mobiltelefone

Die Gebühren sind sehr hoch, und die Netzabdeckung ist gering. Alle Besucher, die moderne Kommunikationsmittel mitbringen und verwenden wollen, müssen zunächst eine Genehmigung von der Zentralregierung einholen. Wenn diese nicht vorliegt, werden Mobiltelefone bei der Einreise vom Zoll eingezogen und bis zur Ausreise aufbewahrt.

Post

Post nach Europa dauert rund eine Woche, wobei Aerogramme schneller befördert werden als normale Briefe. Um die Beförderung zu garantieren, empfiehlt es sich, persönlich zur Post zu gehen und eine Beförderungsgenehmigung zu bekommen, für die eine Gebühr erhoben wird.

Internet

Es gibt einige Internet-Cafés, doch der Zugang zu vielen internationalen E-Mail-Providern ist gesperrt. Jede Verwendung des Internets wird von der Regierung streng überwacht und ist zudem besonders teuer.

ESSEN & TRINKEN

Lokale Speisen kann man auf Märkten oder an Straßenständen probieren, allerdings nimmt man es dort mit der Hygiene nicht so genau. Die Burmesen essen gerne Snacks, so dass man am späten Nachmittag und am Abend überall mobile Essensstände findet.

Das traditionelle Frühstück ist variationsreich, besteht meist aus gebratenem Reis und Erbsen, nan (einem indischen Fladenbrot), Ziegenkeulensuppe, mohingar, nangyi, Kokosnussnudeln, gebratenem Gemüse, gedämpftem Klebreis mit Erbsen, traditionellen Snacks oder Brot und Butter. Dazu trinkt man chinesischen oder starken burmesischen grünen Tee oder Kaffee.

Das typische Mittag- oder Abendessen besteht aus einer süßen oder sauren Suppe, einem Hauptgericht, einem Nebengericht und zum Würzen Fisch- oder Garnelenpaste. Als Hauptgericht gibt es meist Schweinefleisch, Huhn, Lamm, Rind, Fisch, Garnelen, Ente oder Eier. Die Zutaten werden gekocht, gedünstet, gebraten oder gedämpft. Manche köcheln auch lange vor sich hin. Ngapi ist ein gepresster Fisch und wird zu den meisten Mahlzeiten gereicht. Ein anderes bekanntes Gericht ist Balachaung, eine frittierte Garnelenpaste mit zerstoßenem Knoblauch, Zwiebeln und Chilis. Als Beilage gibt es oft einen aus Gemüse zubereiteten Salat mit Fleisch, Fisch oder Garnelen. Suppen werden entweder süß oder sauer gekocht und bestehen vor allem aus Gemüse mit etwas Fleisch oder Fisch darin. Viele Leute nehmen nach dem Essen zur Verdauung eine Betelnuss: Die getrocknete Arecanuss wird in ein mit Kalkpaste bestrichenes Betelblatt gewickelt, manchmal werden Tabak, Pfefferminze und andere Gewürze beigemischt. Diese Packung kaut man dann über längere Zeit. Sie hat eine leicht berauschende Wirkung.

Eine traditionelle Spezialität der Bergvölker ist zum Beispiel Khauk-swe, das aus Weizennudeln besteht, die in einer mit Chili gewürzten Hühnersuppe gekocht werden. Es ist typisch für die Küche der Shan. Andere Shan-Gerichte sind Htamin-chin, ein Reissalat mit Gelbwurz, und Khauk-sen, Reisnudeln mit Fisch. Die Speisen der Mon beinhalten meist Chilis und Curry. Auch die Rakhiner essen sehr gerne würzige Currys mit Meeresfrüchten. Talapo ist ein Gericht der Karen und besteht aus Reis und Bambussprösslingen, Zitronengras und einer Fischpaste.

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Getränke

HINWEISE

  1. Das traditionelle Frühstück ist variationsreich, besteht meist aus gebratenem Reis und Erbsen
  2. Das typische Mittag- oder Abendessen besteht aus einer süßen oder sauren Suppe, einem Hauptgericht und zum Würzen Fisch- oder Garnelenpaste
  3. Talapo ist ein Karen Gericht aus Reis, Bambussprossen, Zitronengras und Fischpaste, das sicherlich einen Versuch wert ist
  4. Trinkgelder sind nicht üblich, es gibt sie nur an stark touristisch frequentierten Orten

Erstaunlicherweise erfrischt bei Hitze am besten grüner Tee. Den meisten Besuchern schmeckt der chinesische Grüntee besser als der sehr starke, sehr süße und mit viel Milch angebotene Tee aus der indischen Tradition. Man kann auch frisch gepressten Zitronen- oder Limonensaft trinken, aber nicht mit Eis oder Leitungswasser. Am Straßenrand wird oft Zuckerohrsaft angeboten und aus verschiedenen Obstsorten wird Saft gepresst, zudem gibt es die Milch der Wasserbüffelkuh. Lokale alkoholische Getränke sind zum Beispiel Orangenbrandy, Litschiwein, weißer Schnaps, Dschungellikör und Mandalay Bier.

Trinkgelder sind nicht üblich, es gibt sie nur an stark touristisch frequentierten Orten.

 

FESTE

Myanmar wird oft „Land der Feste“ genannt, denn seine Bewohner lieben es, den Alltag immer wieder durch Feste zu unterbrechen. Im ganzen Land werden das ganze Jahr über Feste begangen, die auch für Besucher zu den schönsten Eindrücken des Landes gehören. Hier folgt eine kurze Beschreibung der wichtigsten Feste. Wenn Sie sie besuchen wollen, sollten Sie aber die Daten vor der Buchung noch einmal überprüfen, da sie sich meist nach dem Mondkalender richten und sich im Vergleich zum westlichen Kalender jedes Jahr ändern.

JANUAR

Das Kachin-Manaw-Fest gehört zu den beliebtesten des Landes. Es wird in Myitkyina und Putao in der Provinz Kachin begangen. Man feiert das neue Jahr, den Sieg in Kriegen, die Vereinigung der Volksstämme und vieles mehr. Zu einem spirituellen Tanz reihen sich alle Teilnehmer hintereinander auf. In der Mitte des Festplatzes stehen die traditionellen Manaw-Pfähle, die mit bunten Motiven der Kachin geschmückt sind. Alle tragen ihre beste traditionelle Kleidung; der Hauptaspekt des Festes ist der Tanz.

Das Fest der Ananda-Pagode anerkennt die grenzenlose Weisheit des Buddhas. Es dauert einen Monat lang und gilt dem Ananda-Tempel in Bagan (Pagan), der zu den bedeutendsten der ehemals rund 2000 Tempel dort gehört. Am geschäftigsten geht es am Tag des Vollmonds zu. Dorfbewohner und Pilger versammeln sich dann im Tempel. Doch das Fest wird auch zum Treffen von Familien und zur Verbreitung des Buddhismus genutzt. Und natürlich findet sich eine Unmenge von Händlern ein, die Essen, Snacks und Souvenirs verkaufen und so zur lebhaften Atmosphäre beitragen.

FEBRUAR

Das Fest der Mahamuni-Pagode findet am Vollmondtag des Monats Thabodwe in Mandalay statt und dauert gewöhnlich zwei Tage. Auf der Plattform der Pagode werden Wettbewerbe mit Klebreis ausgeführt. Am Vollmondtag brennen die zahllosen Pilger aus dem ganzen Land Räucherstäbchen vor dem Abbild des Buddhas ab. Der Tempel ist überhaupt sehr lebhaft, aber zu diesem Fest explodiert er geradezu vor Energie.

Das Salone-Fest wird im Dorf Majungalet auf der Insel Bocho, nahe der Insel Lampi in Myeik, Thanintharyi Division, abgehalten. Es soll Salone und den Myeik-Archipel als Touristenattraktion dem internationalen Markt näherbringen. Besucher können traditionelle und spirituelle Tänze sehen, Tauchwettbewerbe und insgesamt die Lebensweise der Leute hier. Weiterhin gibt es Ruderwettbewerbe, Volkslieder und ein traditionelles Salone-Bankett. Die Salone werden auch als „Seezigeuner“ bezeichnet, weil sie sieben Monate des Jahres als Nomaden auf dem Meer leben und sich nur von den Nahrungsquellen des Meeres ernähren.

MÄRZ

Das Fest der Shwedagon-Pagode wird jedes Jahr am Tag des Vollmonds des Monats Tabaung in Yangon (Rangun) begangen. Diese schönste Pagode des Landes, die auch eine der schönsten Asiens ist, befindet sich auf dem Hügel Seinguttra. Die Stupa ist vollständig mit Gold überzogen und misst 99 m in der Höhe. Damit ist er das zweithöchste religiöse Gebäude des Landes. Mit ihrer glitzernden Krone aus Gold und Edelsteinen ist es eines der modernen Weltwunder.

Das Fest der Kakku-Pagode wird ebenfalls am Tag des Vollmonds des Monats Tabaung gefeiert. Er ist der letzte des einheimischen Mondkalenders. Gewöhnlich beginnen die Festivitäten zwei oder drei Tage vorher, denn dies ist nicht nur ein religiöses Fest, sondern auch ein sozialer Anlass, sich zu treffen, Spaß zu haben, Neuigkeiten auszutauschen oder etwas zu kaufen oder verkaufen. Auch junge Leute treffen ihre Freunde aus anderen Dörfern, und es entspannen sich feine Liebesbande. Zu Tausenden kommen die Leute aus der Umgebung in ihrer besten Kleidung, um am Fest teilzunehmen. Als Fahrzeuge nutzen sie Ochsenkarren genauso wie Traktoren. Der interessanteste Zeitpunkt, das Fest zu besuchen, liegt vor Tagesanbruch des Vollmondtages des Monats Tabaung, wenn die Pa O fein gewandet und mit bunten Tabletts kommen, um ihre Opfergaben abzuliefern.

APRIL

Das Fest der Pagode Man Shwe Sattaw gehört zu den bedeutenden Tempelfesten des nördlichen Myanmar. Insgesamt dauert es von Mitte Februar bis Mitte April. Der Tempel mit den Fußabdrücken des Buddha liegt 36 km außerhalb von Magwe, und die Menschen kommen aus dem ganzen Land, um zu diesem heiligen Ort zu pilgern. Man kann hier aber auch den herrlichen Rundumblick genießen und nach einem anstrengenden Tag im kühlen, sauberen Wasser des Baches Man ein Bad nehmen. Der Tempel ist ein schöner, friedlicher und angenehmer Ort, den Sie auf Ihrer Reise nicht auslassen sollten.

Das Wasserfest am Mekong findet auch in Thailand, Kambodscha, Vietnam und Laos statt. Es soll Sünden wegwaschen und das neue Jahr willkommen heißen. Das Fest ist das beliebteste und bunteste im ganzen Jahr und veranlasst 20 Mio. Menschen dazu, alle Gedanken an Arbeit zu vergessen und das Land zum Stillstand zu bringen. Im ganzen Land treffen sich die Leute, besuchen die Tempel, bringen Opfer dar und spenden den Mönchen, spielen traditionelle Spiele und feiern ausgelassen. Danach werden am 17. Tag die Böden von Tempeln und Klöstern gereinigt, alten Leuten das Haar gewaschen und die Nägel geschnitten, damit sie derart gereinigt das neue Jahr willkommen heißen können. Manche spendieren in den Pagoden Speisen und Getränke, andere geben größere Geldbeträge. Dieses Erlebnis werden Sie nie vergessen.

MAI

Das Bewässern des Banyanbaums findet im ganzen Land im Mai statt. Man feiert damit auch den Frühling, wenn wieder Wasser in den Teichen, Seen und Bächen zu finden ist. Die Menschen gehen in langen Prozessionen zu den Tempeln und ihren heiligen Bäumen, um diese zu bewässern. Nach der Legende soll der Buddha die Erleuchtung und einem Bodhi- oder Banyanbaum (ficus religiosa) erhalten haben. Am Vollmondtag des Monats Kason feiern strenge Buddhisten aber nicht nur durch das Bewässern des Bodhibaums, sondern auch durch gute Taten, wie etwa Fasten, Meditation, Opfern von Blumen, Wasser oder Räucherstäbchen vor den Buddhastatuen.

AUGUST

Das Taung-Byone-Fest dauert meist drei Tage und findet nur eine Fahrstunde von Pagan statt. Jedes Jahr kommen Gläubige aus dem ganzen Land hierher, übergeben ihre Spenden und erwarten die Segnungen der Geister. Die Pilger bitten um Wohlstand, Ruhm und Glück in der Zukunft. Das ganze findet am Mount Popa statt, einem großen ehemaligen Vulkan, um den sich viele Legenden mit den Nats ranken. Das Wort „Nat“ soll von „natha“ (Hindi) abstammen und bedeutet „Herr, Retter, Beschützer“.

OKTOBER

Das Fest der Phaung-Daw-U-Pagode wird gewöhnlich im Oktober abgehalten und dauert 18 Tage. Es ist das größte Fest, das am Inle-See im Shan-Staat, einem der magischsten Orte des Landes, abgehalten wird. Das Fest bietet großen Aufwand und Pomp. Statuen des Buddha werden auf einer reich geschmückten Barke aufgestellt und von Fußruderern um den See gerudert. Am Ufer versammeln sich große Menschenmengen, um den Anlass zu begehen. Die Fußruderer treten auch in traditionellen Bootsrennen an.

Das Fest des Tanzenden Elefanten ist ebenfalls im ganzen Land bekannt. Es wird in Kyaukse bei Mandalay abgehalten. Es handelt sich um eine fantastische Aufführung von zwei Männern, die sich in einer großen, aus Bambus und Pappmaschè hergestellten Elefantenfigur befinden. Unter dem Klang von Trommeln und dobat tanzen die Männer durch die Stadt. Dreimal umrunden sie den Fuß des Hügels, auf dem die Shwe-Tha-Lyaung-Pagode steht. Die Tänzer im Elefanten müssen sehr präzise den Rhythmus einhalten, damit der Elefant sich fortbewegen kann und nicht umfällt. Von nah und fern kommen die Leute, um den tanzenden Elefanten zu sehen.

Das Fest der Kyaikhtiyo-Pagode ist ein besonderes Lichterfest am Vollmondtag des Monats Thadingyut. Am Abend werden dem Buddha 9000 Kerzen und 9000 Blumen geopfert, am nächsten Morgen Reis, Süßigkeiten und andere Snacks. Zahlreiche Besucher versammeln sich dann im Tempel. Bitte beachten Sie, dass die Hotels schnell ausgebucht sind und dass Sie warme Kleidung mitbringen, da es in den Bergen kalt wird.

NOVEMBER

Beim Tazaungmon-Fest ist die vorhergesehene Zeit gekommen, den Mönchen gelbe oder orangene Roben zu schenken. Nach der Legende hat die Mutter des Buddhas, die als Göttin in den Tavatimsa-Himmel aufgenommen wurde, von ihrer himmlischen Wohnstatt aus bemerkt, dass ihr Sohn bald seine Adelsgewänder ablegen würde, um in die eines Mönches zu schlüpfen. Sie wollte ihm das gelbe Mönchsgewand schenken, doch sie hatte nur eine Nacht Zeit. Dennoch schaffte sie es, das Gewand in einer Nacht zu weben und es durch einen himmlischen Boten ihrem Sohn, Prinz Siddharta, überbringen zu lassen. Zur Erinnerung an diese Legende werden im ganzen Land Webwettbewerbe für gelbe Mönchsroben veranstaltet.

Das Lu-Ping-Fest findet in Taunggyi, der Hauptstadt des südlichen Shanstaats, statt. Es wird von den Pa O ausgerichtet, einer der ethnischen Gruppen der Region, und wird auch als Ballonfest bezeichnet. Die Leute amüsieren sich gut und starten Feuerwerkswettbewerbe. Die Feuerwerkskörper sind selbstgebaute Raketen. Tagsüber und nachts werden auch Heißluftballons gestartet. Die Ballons für den Tag haben of die Form von Pagoden oder Tieren wie Elefant, Drache oder Ente. Die Ballons für die Nacht sehen aus wie große Rugbybälle. Sie bestehen aus Papier und haben innen vielfarbige Papierlaternen.

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FESTE & FEIERTAGE IN MYANMAR

  1. 1. Januar
    Kayin Neujahr
  2. 4. Januar 
    Unabhängigkeitstag
  3. 12. Februar 
    Tag der Union
  4. 2. März
    Tag der Bauern
  5. 15. März 
    Vollmond von Tabaung
  6. 27. März 
    Tag der Streitkräfte
  7. 12. April
    Myanmar Neujahr
  8. 13. bis 16. April
    Maha Thingyan (Wasserfest)
  9. 1. Mai 
    Tag der Arbeit
  10. 13. Mai
    Vollmond Kasones
  11. 11. Juli
    Vollmond von Waso
  12. 19. Juli 
    Tag der Märtyrer
  13. 8. Oktober 
    Vollmond von Thadingyut
  14. 6. November 
    Vollmond von Tazaun Mone
  15. 16. November
    Nationaltag
  16. 21. Dezember
    Kayin Neujahr
  17. 25. Dezember 
    Weihnachten

 

EINKAUFEN

In größeren Städten findet man billige Produkte auf den Märkten, die „zei“ oder „zay“ genannt werden, oder den großen Zentralmärkten, die „zeigyo“ oder „zay-cho“ heißen.

myanmar_shopping_itemIn Burma gibt es sehr viele Antiquitäten, aber ihre Ausfuhr unterliegt strengen Regelungen. Das Gleich gilt für archäologische Objekten. Es gibt einige wunderbare Bambusprodukte und Masken aus Kokosnüssen, die für interessante Dekorationen sorgen und in allen Formen und Größen erhältlich sind. Sie sind beliebte Geschenke für Freunde und Bekannte. Das gefragteste Objekt ist Kalaga, ein traditionell gefertigter Wandteppich mit buddhistischen Szenen.

Puppen stellen die verschiedenen Völker Burmas in ihren Trachten vor. Sie sind in vielen verschiedenen Variationen erhältlich und sind ein beliebtes Souvenir. Teakholz Möbel werden von lokalen Handwerkern hergestellt und können auf Bestellung angefertigt werden. Das Land ist auch für seine Edel- und Halbedelsteine bekannt, am meisten für seine Rubine. Viele weisen eine hohe Qualität auf und können in spezialisierten Geschäften in Rangun erworben werden. Auch Saphire und Jade werden immer häufiger angeboten. Kaufen Sie jedoch nicht auf der Straße, denn die meisten Stücke, die dort angeboten werden, sind Fälschungen.

Auch Goldschmuck kann man in angesehenen Juwelierläden der Hauptstadt erwerben. In Touristenläden werden Objekte aus Silber in sehr unterschiedlicher Qualität angeboten, vor allem Schmuck, kleine Kästchen und Schalen. Der Schmuck der Bergvölker ist sehr wertvoll und selten. Er lässt sich in Design und Ausführung nicht mit internationaler Ware vergleichen, aber dafür gibt es einige ungewöhnliche und attraktive Objekte. Wenn Sie wertvollen Schmuck welcher Art auch immer erwerben möchten, lassen Sie sich auf jeden Fall von einem vertrauenswürdigen Experten beraten.

Goldstickereien sind teuer und selten, aber im ganzen Land kann man sehr schöne Stücke finden, wenngleich sie in den Städten häufiger anzutreffen sind. In Mandalay wird hauchdünnes Blattgold in Heimarbeit hergestellt. Das meiste wird in kleinen Päckchen verkauft und von Gläubigen den Tempeln gespendet. Doch auch bei Ausländern ist es für Handarbeiten zu Hause beliebt. Ältere Silberwaren sind besonders attraktiv und sind reichlich in den größeren Städten erhältlich, wo die Auswahl auch ist besser.

Wer Kunsthandwerk kaufen möchte, sollte auf jeden Fall den Bogyoke-Aung-San-Markt in Yangon (Rangun) oder den Markt in Mandalay besuchen. Das Angebot von Waren ist gut und preiswert. Man muss allerdings darauf achten, keine billigen Imitationen aus China angedreht zu bekommen. Bagan (Pagan) ist das Zentrum der Lackwaren, Gefäße, Kästchen, Figuren und Tabletts sind im Angebot, der Scott Market in Yangon (Rangun) verkauft ähnliche Stücke. Die meisten Designs haben einen religiösen Hintergrund.

An vielen Orten sieht man Lederwaren, von kleinen Geldbörsen bis zu großen Taschen. Die traditionellen “longyi” für Männer ist eine viel bequemere Alternative zu engen Jeans oder Hosen auf der Reise durch Myanmar. Nett gestaltete Marionetten hängen an vielen Marktständen. Aus Bambus oder anderen Fasern bestehende Webarbeiten wie Körbe und Platzdeckchen sind im ganzen Land zu bekommen. Praktisch und schön anzusehen sind die Schultertaschen der Shan.

Steinskulpturen können eine schöne Dekoration für Haus und Garten sein, doch die Verschiffung ist nicht ganz einfach, so dass man sich besser lokaler Hilfe vergewissert. Kalaga genannte bestickte Wandteppiche sind hübsche und wertvolle Objekte. Diese fein ziselierten Stickereien sehen schön gerahmt sehr ansprechend auf der Wand aus. Die Qualität variiert jedoch stark, ältere Stücke sind schöner.

Viele Frauen im ganzen Land schmieren sich vor allem das Gesicht und die Hände mit Tanaka-Paste ein. Sie reguliert den Fettgehalt der Haut, schließt die Poren, kühlt die Haut und schirmt sie vor der Sonne ab. Zu den Traditionen gehört auch das Tragen von seidenen oder baumwollenen longyis. Wer sich damit gut gekleidet fühlt, kann sie preiswert erwerben. Die berühmten Shan Schultertaschen sind beliebte Geschenke und können im ganzen Land gekauft werden. Viele alte und neue holzgeschnitzte Objekte sind in verschiedenen Holzarten erhältlich. Vermeiden Sie den Kauf von Teak-Produkten, da dies eine gefährdete Holzart ist.

Bedenken sollte man, dass die Qualität der Ware oft nicht dem europäischen Standard entspricht. Daher ist es ratsam, vor jedem Kauf die Qualität sorgfältig zu überprüfen, zumal wenn es um Sicherheitsfragen geht. Umtausch oder Geld-Zurück-Garantie bei mangelhaften Produkten darf man nicht erwarten.

Tipps zum versierten Einkaufen

  1. Überprüfen Sie alles, bevor Sie ihr Geld übergeben
  2. Holen Sie sich Informationen ein, um eine Idee über die Grundpreise für alltägliche Dinge zu bekommen. Für wichtigere Einkäufe, versuchen Sie, mit einem Freund vor Ort zusammen zu gehen, oder besser noch, lassen Sie sich die Sachen von ihm alleine besorgen.
  3. Fühlen Sie sich nicht unbehaglich oder unhöflich bei Preisverhandlungen, alle Feilschen in Myanmar und Sie werden wie ein unerfahrener Tourist aussehen, wenn Sie es nicht tun.
  4. Schauen Sie nicht glücklich oder resigniert, wenn Sie bezahlen sollen, was Sie gefragt werden. Zeigen Sie immer behutsam ihre Missbilligung.
  5. Zögern Sie nicht wegzugehen, wenn man sich nicht auf einen Preis einigen kann: Entweder werden sie Ihnen nachkommen oder Sie werden die gleichen Sachen woanders finden.

 

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